Enterpriseolution – Wenn mein Unternehmen pflüge wird

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Was haben Unternehmen mit Kindern zu tun? Alles! Unternehmer bringen Unternehmen in die Welt, machen sie überlebensfähig und haben eine sehr intensive Bindung damit. Wenns ihnen schlecht geht, setzen wir alles daran, dass sie wieder auf die Beine kommen – Gehts ihnen wieder gut, atmen wir auf.

Die Evolution

Schauen wir uns mal die Evolution der Menschen an. Zuerst waren wir einzelne Zellen, die sich zufällig zusammengesetzt haben und dabei haben die besten Kombinationen überlebt. Wir entwickelten Sinne die unsere Wahrnehmung verbesserten. Zwei bis drei Jahre entwickelten wir ganze Organe wie z.B. eine Lunge die uns an Land überleben ließen. Wir entwickelten Gliedmaßen die recht hilfreich bei der Fortbewegung und beim Kämmen sind. Insbesondere in den letzten Jahrhunderten haben wir sogar gemerkt, dass uns unsere Beine als Transportmittel nicht ausreichen und unsere Vorfahren kreierten Kutschen, Autos und Raketen. Zugegebenermaßen gehören diese nicht zu unserem Körper – Noch nicht!

Was ist mit der gesellschaftliche Evolutions-Entwicklung? Wir haben gelernt, dass wir durch Kollektive einen Mehrwert generieren und uns in Familien, Kommunen, Gewerkschaften, Vereinen verbunden.

Was hat das alles nun mit einem Unternehmen zu tun? Alles! Ein Unternehmen wird geboren und hat am Anfang wenige Aufgaben und Fähigkeiten. Es besteht zumeist auch nur aus der Intelligenz einiger wenigen Gehirne. Durch Zufall oder gezieltes Versuchen erhöhen wir die Stärken des Unternehmens. „Mama“ und „Papa“ gefähigen also ihr „Kind“ selbstständig zu werden, bis es erwachsen ist.

Mein Unternehmen wird pflüge

Solange Kinder noch klein sind, gib ihnen Wurzeln. Sind sie groß, gib Ihnen Flügel!

Der Unternehmer unterscheidet sich vom Selbständigen darin, dass er seinem Unternehmen Flügel gibt und loslässt. Der Einfluss ist in den ersten Jahren noch sehr groß, allerdings müssen wir bereits Babys genug Freiraum lassen sich entfalten zu können. In der Pupertät zeigt sich dann ob die Eltern mit ihren Kindern ein gutes Verhältnis aufgebaut haben oder nur als Geldautomaten dienen. Aber wer braucht schon eine Beziehung zu den Kindern bzw. Mitarbeitern. Wir sind die Eltern und können die Kinder zwingen auf uns zu hören. Ob dies allerdings zielführend ist – Ich glaube eher nicht.

Irgendwann wird der Papa nicht mehr benötigt. Wenn man in seiner Erziehung einige Dinge richtig getan hat, wird das Unternehmen – auch wenn es nicht muss – trotzdem stolz auf Papa sein, sein Wissen und seinen Rat weiter einfordern und seine Werte weitertragen.

Loslassen fällt schwer

Die Kontrolle über das Unternehmen zu verlieren fällt schwer. Wir möchten nicht, dass es vor den Bus läuft oder vom Baum fällt. Wenn wir allerdings nicht loslassen, haben wir irgendwann ein nicht lebensfähiges 30jähriges Kind auf der Couch sitzen, für das wir weiterhin Friseurtermine ausmachen müssen.

Vergleichen wir es nochmal mit der Evolution. Das Wesen „Unternehmen“ wird sich nur dann weiterentwickeln, wenn es ausprobiert. Schlechte Ansätze werden sterben, gute sich durchsetzen. Wir werden uns „Organe“ und „Gliedmaßen“ aneignen die uns helfen. Wir werden uns so organisieren, wie es am besten ist.

Die Komplexität von wachsenden Unternehmen oder Organismen lässt sich nur beherrschen, wenn die Verantwortungen und Aufgaben abgegeben und verteilt werden.

Der erste Ansatz zum Deligieren (auch Management 2.0 genannt) ging dahin, dass der große Chef sich ein paar wenige Vertraute gesucht hat, die ihm gedankliche nahe waren und seine Ansichten in die Breite getragen haben. Moderne neue Unternehmen allerdings sind noch einen Schritt weitergegangen und haben jede einzelne Zelle aufgefordert Verantwortung zu übernehmen und zum Gesamtziel seinen Beitrag zu leisten.

Dieses Vorgehen ist nicht überschaubar, kann aber durch die richtigen Menschen, der richtigen Motivation und den richtigen Zielen zum besten Ergebnis führen.

Coming of age – Das Erwachsen werden

Der wegweisenste Lebensabschnitt ist der des Erwachsen werdens. Wir suchen eine Identität / einen Sinn in unserem Leben. Haben wir ihn gefunden, kann es durch andere Faktoren wieder aus dem Gleichgewicht geraten und wir müssen uns erneut verändern oder gar neu definieren.

Beim Mensch drückt es sich in Körperlichkeiten wie Haarfarben oder dem Ausbau und Testen von Eigenschaften, wie cool zu sein oder den Klassenclown mimen, aus. Bei Unternehmen sind es verschiedene Produkte, neue Zielgruppen, ein angepasstes Marketing und vieles mehr.

Wichtig ist es Fehler zuzulassen und den Stillstand zu vermeiden!

Vertrauen zu schenken ist kostenlos aber nicht umsonst

Vertrauen zu schenken und jeden einzelnen Mitarbeiter die Verantwortung zu geben am Gesamtziel mitzuwirken, ist keine Modeerscheidung.

Nehmen wir dazu das Beispiel des Homeoffice bzw. der Telearbeit. Bei der British Telecom wird dies schon seit 1970 erfolgreich praktiziert und trotzdem gibt es zahllose Unternehmen die den Kontrollverlust meiden. Dabei gibt es sogar gute Wege, den Kontrollwahn aufrecht zu erhalten. Wir müssen nur lernen Menschen nicht über ihren zeitlichen Einsatz zu bewerten, sondern über die entstandenen Ergebnisse und den generierten Mehrwert.

Wenn ein Mitarbeiter zuhause in 2 Stunden das Ergebnis erreicht, welches ein Anderer in 2 Tagen im Büro nicht abschließt, kann er nach 2 Stunden gerne Feierabend machen. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass ihm die Arbeit sogar Spaß macht und mehr arbeitet als im Büro. Menschen die sich mit ihrer Arbeit identifizieren, hören nie auf zu arbeiten. Sie denken fortwährend an die beruflichen Aufgaben und möchten gemeinsam vorankommen.

Die neue Revolution

Und wenn es der König nicht einsieht, wird sich das Volk erheben und die Monarchie stürzen.

Solltest du in einem Unternehmen festsitzen, in dem sich zu wenig in die gewünschte Richtung bewegt, darfst du gerne aufstehen und dafür kämpfen. Überzeuge deine Kollegen – überzeugt gemeinsam eure Vorgesetzten und setzt das Ganze bis an die Unternehmensspitze fort. Falls du deine Kollegen nicht überzeugen kannst, können dies an Folgendem liegen:

  1. Die Angst der Mitarbeiter zu groß (dann solltest du deine Konsequenzen ziehen).
  2. Du hast nicht genug Überzeugungsvermögen.
  3. Deine Idee ist schlecht.

Beim Herausfinden können dir sicher gute Freunde weiterhelfen. Dabei meine ich nicht die die dir nach dem Mund reden, sondern dir gegenüber ehrlich und aufrichtig sind.

Wo stehst du und dein Unternehmen gerade in der Evolution zw Entwicklung? Würde mich sehr über dein Feedback freuen.

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